Genoa vs Südtirol
Die Coppa Italia bot am 15. September 2026 einen packenden Pokalabend, als der Genoa CFC auf einen defensivstarken FC Südtirol traf. In einer Partie, die lange Zeit von taktischer Disziplin geprägt war, fiel die Entscheidung erst in der absoluten Schlussphase, was für pure Emotionen auf den Rängen sorgte.
Taktisches Schachspiel in der ersten Halbzeit
Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel, in dem der FC Südtirol die Räume extrem eng machte und dem Favoriten aus Genua das Leben schwer machte. Die Gastgeber kontrollierten zwar den Ballbesitz, fanden jedoch kaum eine Lücke im Abwehrbollwerk der Gäste. Die erste Halbzeit war geprägt von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, während Großchancen Mangelware blieben. Folgerichtig pfiff der Unparteiische nach einer Minute Nachspielzeit beim Stand von 0:0 zur Pause, womit die Spannung für den zweiten Durchgang gewahrt blieb.
Wechselspiele und der entscheidende Impuls
Nach dem Seitenwechsel versuchten beide Trainer, mit frischem Personal neue Akzente zu setzen. Während beim FC Südtirol Giacomo Stabile für Andrea Giorgini kam, brachte Genoa nach rund einer Stunde eine ganze Reihe von Stammkräften wie Stephan El Shaarawy und Junior Messias. Das Spiel gewann nun an Intensität, da Genua den Druck spürbar erhöhte, um die Verlängerung zu vermeiden. Südtirol hielt jedoch mit viel Leidenschaft dagegen und wechselte ebenfalls mehrfach, um die defensive Stabilität zu wahren.
In der 80. Minute folgte der entscheidende Schachzug von Genuas Trainerbank: Johan Vasquez kam für Sebastian Otoa in die Partie. Dieser Wechsel sollte sich nur wenig später als goldrichtig erweisen, da Vasquez sofort Präsenz im gegnerischen Strafraum zeigte.
Vasquez erlöst die Gastgeber
In der 87. Minute fiel schließlich der umjubelte Treffer des Abends. Nach einer präzisen Vorarbeit von David Puczka stand Johan Vasquez genau richtig und beförderte das Leder zur Führung ins Netz. Der späte Treffer brach den Widerstand der Gäste, die in den verbleibenden Minuten trotz der Einwechslung von Bjarki Steinn Bjarkason keine Antwort mehr fanden. Mit diesem knappen Erfolg zieht Genoa in die nächste Runde ein, während sich der FC Südtirol erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb verabschiedet.